Paul-Klee-Gymnasium Overath

 

2.4 Muße, Besinnung, Entspannung

Was heißt „Muße? Ist es nicht müßig über Muße nachzudenken? Muße heißt doch Nichtstun, gefragt ist aber Aktivität und Kreativität, also was soll dieser Begriff im schulischen Raum?  In einer Zeit, in der G8 den zeitlichen Rahmen und den Takt in einer Schule vorgibt, gewinnt dieser Begriff noch deutlicher an Bedeutung als vorher. Der Sinn der Muße liegt also gerade nicht darin sich zu zerstreuen, um bloß nicht zu sich selbst zu kommen, oder sich zu befreien von erwerbsmäßiger, nutzbringender Arbeit und sich in Freizeitaktivitäten zu verlieren. Mithin eröffnen Muße und Besinnung einen Blick auf den Menschen, wo er nicht aufgeht in einer Optimierung von Kosten-Nutzen-Kalkulationen. In Ruhe und Konzentration sich mit dem zu befassen, was individuelle Kräfte entfaltet und was die Welt an Angeboten und Anforderungen bereit hält. Hierzu werden weiterhin Rückzugsräume für SchülerPrinzip ‚Offener Klassenraum’ in den Mittagspausen. Die Schülerinnen und Schüler unterzeichnen gemeinsam mit dem Klassenlehrer einen Vertrag, in dem sie sich verpflichten sich ordentlich zu verhalten und rotierend immer zwei Schüler als verantwortliche Ansprechpartner bereitzustellen. So können sie ihr eigenes Klassenzimmer in der Mittagspause als Aufenthaltsraum zusätzlich nutzen. geschaffen, in denen sie sich erholen und entspannen können. Dafür steht auch das

Ruhebänke und -tische sind mittlerweile auf jeder Etage des Sek. I-Bereiches für jede Klasse nutzbar.

Der Begriff ‚Entspannung erinnert zunächst an ‚Freizeit’, die als Gegenüber zur Arbeit, zur anspannenden Beschäftigung in der Schule einen Freiraum verheißt. In diesem Sinne bietet das PKG auch eine Vielzahl von Möglichkeiten wie Wandertage, Klassen- und Kursfahrten, Besuch von Theateraufführungen, Musikveranstaltungen usw., wodurch dem Aspekt der Entspannung in gemeinsamen Aktivitäten von Schülerinnen und Schülern, Lehrern und Eltern Rechnung getragen wird. Zudem bieten die Sporthelfer im Rahmen der Mittagspausenbetreuung ein (Sport-)Angebot interessierten Schülerinnen und Schülern an.



All dies erfordert einerseits eine Lernatmosphäre im Unterricht, die von eben dieser Ruhe und Konzentration geprägt sein muss; Disziplin im Klassenzimmer soll also die Lernprozesse fördern, ohne sie freilich erzwingen zu können. Erforderlich ist andererseits aber auch  eine Vielfalt von Lernwegen und Erfahrungsräumen. Deshalb ist es uns wichtig, ein breit gefächertes Angebot an Kursen und Arbeitsgemeinschaften zu ermöglichen, für Musik- und Theateraufführungen Raum zu schaffen, die künstlerische Ausgestaltung des Schulgebäudes fortzusetzen und zu erneuern, religiöse Freizeiten - angedacht in Form von zwei bis drei Tagen religiöser Orientierung in der Jgst. 10 - und Schulgottesdienste regelmäßig anzubieten.

Aber auch Schulfeste (Jubiläen, Abschluss von Projektwochen, Abiball, Schulkarneval usw.) können das, was Muße bzw. Besinnung meinen, verwirklichen helfen. Sie gehören also zu einem lebendigen Schulleben am Paul-Klee-Gymnasium und sind für uns kein lästiges Beiwerk.

zuletzt aktualisiert am 15.07.2010

 
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