Paul-Klee-Gymnasium Overath

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14.03.2018 Kategorie: Bericht

Tabak-Prävention im Schulzentrum

www.loq.de

© Thomas Lübbe

Am 01. Und 02.03.2018 hat für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 6 des Paul-Klee-Gymnasium Overath und der Leonardo da Vinci Schule der Selbstlernparcours der Initiative „Leben ohne Qualm“ stattgefunden.

Mitverantwortlich für die Durchführung und Organisation der Veranstaltung ist wie bei vielen anderen Präventionsangeboten der Fachdienst Prävention der katholischen Erziehungsberatungsstelle Bergisch Gladbach.

Wir freuen uns auch in diesem Jahr über die Unterstützung von Mitarbeiterinnen der OJO und der Schulpflegschaft des PKG!

Die Finanzierung der Aktion ist zum größten Teil aus Mitteln des Landes NRW und der AOK Rheinland abgedeckt. Die Restfinanzierung wird dankenswerter Weise von der Stadt Overath getragen. Somit entstehen für die Schülerinnen und Schüler keine Kosten.

In der Vorbereitung auf diese Aktion wurde von Schülern die Frage gestellt: „Warum machen wir das eigentlich in der 6. Klasse? Von uns raucht doch eh noch keiner.“

Die Antwort auf diese Steilvorlage ist: Mit Hilfe des Parcours möchten wir den Kindern gute Argumente an die Hand geben, erst gar nicht mit dem Rauchen anzufangen. Die meistens in diesem Alter vorhandene Aversion gegen das Rauchen soll mit Hilfe dieser Methode bestärkt werden.

Nachdem die Gruppen den Parcours durchlaufen haben stellen in der abschließenden Reflektion die LoQ-Mitarbeiter regelmäßig die Frage: „Wenn Euch eine Zigarette angeboten wird, wer entscheidet dann, ob Ihr sie annehmt und raucht oder nicht?“ Die Antwort im Sprechchor: „Wir selber!“
In einem kurzweiligen Wettspiel beschäftigten sich die Kinder spielerisch für 90 Minuten mit den sechs Stationen des Parcours.
An einer Station erfuhren die Kinder, wie sich das Rauchen auf den gesamten Organismus auswirkt. Die Kernaussage lautet: „Die Auswirkungen des Rauchens kann man sehen, schmecken und riechen.“ In einer Simulation konnte man am Tablet sehen, wie sich das eigene Aussehen in der Zukunft verändert, je nachdem ob man Raucher oder Nichtraucher ist.
Die nächste Station behandelte die kommunikative Ebene des Rauchens: Klassischen Rauchersprüchen, wie sie in der Gleichaltrigen-Gruppe vorkommen können, sollten schlagfertige Antworten zugeordnet werden.
Die Station „Hast Du Puste?“ beschäftigte sich mit dem Aspekt des Atems. In den drei Disziplinen „Ausdauer“, „Kraft“ und „Präzision“ konnten die Kinder ausprobieren, wie (gut) es um ihre aktuellen Lungenfunktionen bestellt ist.
Bei der Entspannungsstation kam wieder High-Tech zum Einsatz: Die Testpersonen versuchten mittels ihrer Entspannung - die von einem MindWave Headset gemessen wurde - einen Traktor fortzubewegen, den die anderen auf einem Monitor sehen konnten. Je höher das Maß an Entspannung, desto mehr Strecke machte der Traktor.
Eine Station sorgte für Wissenszuwachs mittels eines interaktiven Quiz.
Bei der letzten Station fühlte man sich etwas an den Chemieunterricht erinnert: Den Kindern wurde vermittelt, was einer Zigarette an zusätzlichen Stoffen beigemischt ist, was die Tabakindustrie damit bezweckt und wie diese Stoffe wirken.

Insgesamt gingen die Schülerinnen und Schüler mit deutlich sichtbarem Spaß und Begeisterung durch den Parcours.

Wir sind davon überzeugt, dass die Zielsetzung der Aktion erreicht wurde: Falls die Kinder einmal in die Situation kommen, dass Ihnen eine Zigarette – oder eine Shisha – angeboten wird, sollen sie eine möglichst bewusste Entscheidung dafür oder dagegen treffen können. Wir wünschen ihnen, dass sie sich für Letzteres entscheiden.

für das Präventionsteam,
Andreas Albrecht