Paul-Klee-Gymnasium Overath

2.6 Respekt, Vereinbarungen, Zusammenarbeit

In einer Gemeinschaft von vielen Persönlichkeiten, von Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen ist die Entfaltung eigener individueller Möglichkeiten nur in gegenseitiger Rücksicht und Umsicht möglich. Erst im Blick auf den anderen kann die Entfaltung der eigenen Persönlichkeit erfolgen und damit das Gespür für den Mitmenschen und die Achtung für das Anders-Sein des Nächsten entwickelt werden.
Uns geht es darum, dem Zusammenleben an unserer Schule ein zuverlässiges Fundament zu geben, das von Respekt vor den Rechten des anderen, von verlässlichen Vereinbarungen und von dem Bemühen um Zusammenarbeit geprägt ist. Wir verschließen nicht die Augen davor, dass der Konkurrenzgedanke in unserem Schulwesen sehr präsent ist. Eine solche Schule muss aber auch deutlich Raum schaffen für ein Zusammenleben, in dem jeder Mensch geachtet wird und in dem Zusammenarbeit als Wert neben die Konkurrenz tritt. Auch der Inklusionsgedanke wird in den nächsten Jahren eine verstärkte Rolle im Schulleben am PKG spielen. Konzepte dazu werden bis zum Schuljahresbeginn 2015/16 erarbeitet sein.
Dies versucht das PKG in unterschiedlicher Weise umzusetzen: Zunächst einmal sollen alle am Schulleben beteiligten Menschen, gleich ob im Unterricht oder im Pausen- und Freizeitbereich, um einen höflichen Umgang miteinander bemüht sein, der eine respektvolle Atmosphäre schafft. Besondere Anstrengungen und Leistungen im Dienst an der Schulgemeinschaft werden seit 1998 durch unseren Schul-Oscar gewürdigt und bestärkt.
Unser Paten-Streitschlichtungskonzept ist inzwischen eine feste Einrichtung unseres Schulalltags geworden. Dieses Modell der Mediation erscheint uns in besonderer Weise geeignet, eine Streitkultur zu schaffen, die Konflikte in gegenseitigem Respekt zu lösen vermag. Außerdem bietet dieses Modell Ansätze zur Gewaltprävention dadurch, dass bereits Fünftklässler auf diese Art der Konfliktbewältigung vorbereitet werden.
Die Hausordnung wird regelmäßig inhaltlich, konzeptionell und sprachlich in Zusammenarbeit mit der Bergischen Realschule Overath/der Sekundarschule Overath aktualisiert, sodass konsensfähige ‚Grundregeln für das Zusammenleben im Schulzentrum’ entstanden sind. Um den Stellenwert dieser Vereinbarung zu verdeutlichen, wird sie bei jeder Neuaufnahme den Eltern/Schülern zur Kenntnisnahme und Unterschrift vorgelegt.
Weitere Projekte, die dieser Zielsetzung dienen, sind auch das Konzept des Sozialen Lernens’ ‚Schüler helfen Schülern und die ‚Silentien’ (s. ‚Anforderungen und Hilfen’).